Mitesser und Pickel loswerden - was wirklich hilft

4. Juni 2026

Kosmetikerin entfernt Pickel und Mitesser mit einem Werkzeug.

Inhaltsverzeichnis

Rote, schmerzhafte Pickel und dunkle Punkte auf der Nase haben oft dieselbe Ursache: verstopfte Poren und eine übermäßige Talgproduktion. Ich zeige, worin sich Mitesser und entzündliche Pickel unterscheiden, welche Pflege wirklich sinnvoll ist, welche Wirkstoffe helfen können und wann unreine Haut ärztlich abgeklärt werden sollte.

Die wichtigsten Schritte zu ruhigerer Haut auf einen Blick

  • Mitesser sind nicht schmutzig, sondern verstopfte Poren, deren Inhalt an der Luft oxidiert.
  • Milde Reinigung zweimal täglich reicht meist aus. Starkes Schrubben verschlimmert die Reizung.
  • Salicylsäure eignet sich besonders bei Mitessern, Benzoylperoxid eher bei entzündlichen Pickeln.
  • Neue Produkte brauchen mindestens 6 bis 8 Wochen, bevor sich ihre Wirkung zuverlässig beurteilen lässt.
  • Schmerzhafte Knoten, Narben oder ausgedehnte Akne gehören in dermatologische Behandlung.

Was hinter Mitessern und Pickeln steckt

Ein Mitesser entsteht, wenn sich Talg und abgestorbene Hautzellen im Ausgang eines Haarfollikels sammeln. Bei einem offenen Komedo bleibt die Pore sichtbar und färbt sich durch den Kontakt mit Sauerstoff dunkel. Das Schwarze ist also kein Schmutz. Ein geschlossener Komedo wirkt dagegen eher weißlich oder hautfarben.

Entzündet sich die verstopfte Pore, entstehen rote Papeln oder eitrige Pusteln. Genau hier liegt der praktische Unterschied: Mitesser sind zunächst nicht entzündlich, während Pickel häufig gerötet, druckempfindlich und manchmal schmerzhaft sind. Beide Formen können gleichzeitig auftreten, besonders im Gesicht, am Rücken, auf der Brust und im Dekolleté.

Ich erlebe häufig, dass jeder kleine Punkt auf der Nase als Mitesser betrachtet wird. Manchmal handelt es sich aber um Talgfäden, die zur normalen Haut gehören und nach dem Ausdrücken schnell wieder sichtbar werden. Sie lassen sich nicht dauerhaft entfernen, können durch sanfte Pflege aber weniger auffällig wirken.

Warum unreine Haut entsteht und was sie verschlimmern kann

In der Pubertät regen Androgene die Talgdrüsen stärker an. Auch Erwachsene können jedoch Akne entwickeln, etwa durch hormonelle Schwankungen, Veranlagung, Stress oder bestimmte Medikamente. Eine einzelne Ursache lässt sich oft nicht festmachen, deshalb bringt es wenig, nur ein Lebensmittel oder ein Pflegeprodukt verantwortlich zu machen.

Ungeeignete Pflege ist dagegen ein gut beeinflussbarer Faktor. Sehr fettige Produkte, stark deckendes Make-up, häufiges Reiben und aggressive Peelings können Poren belasten oder die Hautbarriere reizen. Auch das Ausdrücken ist problematisch: Der Druck kann Entzündungen tiefer in die Haut bringen und das Risiko für dunkle Flecken oder Narben erhöhen.

  • Wasche das Gesicht morgens und abends mit einem milden, seifenfreien Reinigungsprodukt.
  • Verzichte auf Gesichtsbürsten, grobe Peelings und alkoholhaltige Gesichtswasser.
  • Wähle Pflege mit dem Hinweis nicht komedogen und entferne Make-up abends gründlich.
  • Wasche nach starkem Schwitzen das Gesicht oder dusche zeitnah.
  • Halte fettige Haarpflege möglichst von Stirn und Wangen fern.

Schokolade oder Milch sind nicht automatisch die Ursache. Eine ausgewogene Ernährung ist sinnvoll, aber strenge Verbote lösen Akne meistens nicht. Wenn du einen persönlichen Zusammenhang mit bestimmten Lebensmitteln bemerkst, kann ein zeitlich begrenztes Ernährungstagebuch hilfreicher sein als pauschale Schuldzuweisungen.

Natürliche Zutaten wie Aloe Vera, Zitrone und Ingwer helfen bei Pickel und Mitesser.

Eine einfache Pflegeroutine, die im Alltag funktioniert

Morgens

Reinige die Haut mit lauwarmem Wasser und einem milden Produkt. Danach genügt eine leichte Feuchtigkeitspflege. Bei unreiner Haut wird Feuchtigkeit oft unterschätzt, doch eine ausgetrocknete Haut kann gereizter reagieren und Pflegewirkstoffe schlechter vertragen. Tagsüber empfehle ich zusätzlich Sonnenschutz mit mindestens SPF 30, besonders wenn Säuren oder andere Aknewirkstoffe verwendet werden.

Lesen Sie auch: Pickel am Ellenbogen? Oft steckt keine Akne dahinter

Abends

Entferne zunächst Make-up und Sonnenschutz, ohne die Haut stark zu rubbeln. Anschließend kommt der ausgewählte Wirkstoff auf die trockene Haut, danach eine einfache, parfümarme Pflege. Meine wichtigste Regel lautet dabei: nur einen neuen Wirkstoff auf einmal einführen und zunächst jeden zweiten Abend testen.

Eine sichtbare Verbesserung braucht Geduld. Erste Veränderungen können nach einigen Wochen auftreten, die Behandlung sollte aber meist 6 bis 8 Wochen konsequent angewendet werden, bevor man sie beurteilt. Brennen, starke Rötung, Schwellung oder nässende Stellen sind kein Zeichen, dass ein Produkt besonders gut wirkt. Dann sollte die Anwendung pausiert und fachlich abgeklärt werden.

Welche Wirkstoffe bei welcher Hautveränderung passen

Wirkstoff Besonders geeignet bei Worauf du achten solltest
Salicylsäure Mitessern und verstopften Poren Kann bei empfindlicher Haut austrocknen oder brennen
Benzoylperoxid Roten, entzündlichen Pickeln Kann reizen und Textilien oder Haare bleichen
Azelainsäure Pickeln, Entzündungen und dunklen Flecken Wirkt eher schrittweise und kann anfangs kribbeln
Retinoide wie Adapalen Wiederkehrenden Komedonen und Akne Nach ärztlicher Empfehlung anwenden; in Schwangerschaft und Stillzeit vorher abklären

Bei überwiegend schwarzen oder weißen Mitessern ist Salicylsäure oft der naheliegende Einstieg. Bei vielen roten Pickeln ist Benzoylperoxid meist passender. Mehr Wirkstoffe bedeutet nicht automatisch mehr Wirkung. Wer gleichzeitig Säure, Retinoid, Peeling und austrocknende Maske verwendet, provoziert oft eine gereizte Haut und gibt anschließend zu schnell auf.

Apotheken können bei der Auswahl eines passenden Präparats helfen und auf Wechselwirkungen oder empfindliche Haut hinweisen. Besonders bei Schwangerschaft, Stillzeit, Neurodermitis oder einer bekannten Kontaktallergie sollte die Auswahl nicht allein nach Werbung erfolgen.

Wann Selbstpflege nicht mehr ausreicht

Einzelne Mitesser und wenige oberflächliche Pickel lassen sich häufig selbst behandeln. Eine dermatologische Untersuchung ist sinnvoll, wenn tiefe, schmerzhafte Knoten, zahlreiche Pusteln oder bereits Narben entstehen. Auch Akne an Rücken und Brust kann eine stärkere Behandlung benötigen, als die Gesichtspflege zu Hause leisten kann.

Vereinbare ebenfalls einen Termin, wenn sich nach etwa 8 bis 12 Wochen konsequenter Pflege kaum etwas verbessert, die Haut plötzlich im Erwachsenenalter stark aufblüht oder die Belastung im Alltag groß wird. Nicht jede Rötung ist Akne. Brennende Haut ohne Mitesser kann beispielsweise zu einer anderen Hauterkrankung passen und sollte nicht einfach mit immer stärkeren Produkten behandelt werden.

Bei verschreibungspflichtigen Retinoiden, Antibiotika oder Isotretinoin entscheidet die Ärztin oder der Arzt über Auswahl, Dauer und Kontrollen. Das gilt besonders bei möglicher Schwangerschaft, weil einige Aknebehandlungen in dieser Zeit nicht geeignet sind.

Der sinnvollste nächste Schritt bei Pickeln und Mitessern

Ich würde mit einer ruhigen Basis beginnen: sanfte Reinigung, leichte Feuchtigkeitspflege, tagsüber Sonnenschutz und ein passender Wirkstoff. Drücke die Veränderungen nicht aus und wechsle die Produkte nicht im Wochenrhythmus. Wenn nach zwei bis drei Monaten keine deutliche Besserung eintritt oder Entzündungen tiefer werden, ist professionelle Hilfe der schnellere und hautschonendere Weg.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Mitesser sind verstopfte Poren und zunächst nicht entzündlich. Rote Papeln oder eitrige Pusteln entstehen, wenn sich eine verstopfte Pore entzündet. Talgfäden gehören dagegen zur normalen Haut und werden nach dem Ausdrücken schnell wieder sichtbar.

Salicylsäure eignet sich besonders bei Mitessern und verstopften Poren. Bei roten, entzündlichen Pickeln ist Benzoylperoxid meist passender. Azelainsäure kann bei Pickeln, Entzündungen und dunklen Flecken helfen, während Retinoide wie Adapalen vor allem bei wiederkehrenden Komedonen und Akne eingesetzt werden.

Eine Behandlung sollte meist 6 bis 8 Wochen konsequent angewendet werden, bevor ihre Wirkung zuverlässig beurteilt wird. Führe nur einen neuen Wirkstoff auf einmal ein und teste ihn zunächst jeden zweiten Abend.

Ein Hautarzttermin ist sinnvoll bei tiefen, schmerzhaften Knoten, zahlreichen Pusteln, Narben oder ausgedehnter Akne an Rücken und Brust. Auch wenn sich nach 8 bis 12 Wochen konsequenter Pflege kaum etwas verbessert oder die Haut plötzlich im Erwachsenenalter stark aufblüht, sollte die Ursache abgeklärt werden.

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Klaudia Kraft

Klaudia Kraft

Schon immer hat mich die faszinierende Verbindung zwischen Körper, Geist und Natur begeistert. Es ist diese ganzheitliche Sichtweise auf Gesundheit und Wohlbefinden, die mich dazu bewegt hat, mich intensiv mit Naturheilkunde und Wellness auseinanderzusetzen. Mein Name ist Klaudia Kraft und ich beschäftige mich seit sechs Jahren mit diesen Themen. In meiner Arbeit lege ich großen Wert darauf, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und fundiertes Wissen so aufzubereiten, dass es für jeden nachvollziehbar ist. Ich recherchiere sorgfältig und vergleiche verschiedene Quellen, um Ihnen stets aktuelle und verlässliche Informationen zu bieten, die Ihnen helfen, Ihr Wohlbefinden auf natürliche Weise zu fördern.

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Kommentare

1
KL

Klara

Es ist wirklich gut dass mal jemand klarstellt dass Mitesser nicht schmutzig sind sondern einfach verstopfte Poren das ist so ein Irrglaube der sich hartnäckig hält und dann schrubbt man sich das Gesicht wund und macht alles nur noch schlimmer und die Sache mit den 6 bis 8 Wochen für neue Produkte ist auch super wichtig weil man sonst viel zu schnell aufgibt und denkt es hilft nichts.

Klaudia Kraft
Klaudia KraftAutor

Dzięki za komentarz! Cieszę się, że artykuł okazał się pomocny i że mogłam rozwiać te mity. :)